Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e.V. (BDSV) gibt bekannt, dass die Verbandsgeschäftsführung ab heute, dem 01. September 2026, um Frau Dr. Elisabeth Hauschild erweitert wird. Frau Dr. Hauschild wird mit dem Ende der kommenden BDSV-Mitgliederversammlung am 12. November 2026 die Hauptgeschäftsführung des Verbandes von Dr. Hans Christoph Atzpodien übernehmen, der diese Funktion nach mehr als neun Jahren abgeben wird.
Frau Dr. Hauschild hat zuvor mehr als zwanzig Jahre lang – zuletzt als Generalbevollmächtigte für Außenbeziehungen – den Nürnberger Diehl-Konzern in Berlin und Brüssel vertreten. Daher ist sie mit den Themen der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie seit vielen Jahren vertraut. Der bisherige Hauptgeschäftsführer Dr. Hans Christoph Atzpodien, der zu den Mitgründern des Verbandes gehörte und vor seiner Hauptgeschäftsführertätigkeit dem Vorstand des BDSV als Vizepräsident und schließlich als Präsident angehörte, freut sich über die Verstärkung der Geschäftsführung: „Mit Elisabeth Hauschild haben wir eine Nachfolgerin für die
Hauptgeschäftsführung unseres Verbandes gefunden, die Kontinuität, Sachverstand und gleichzeitig auch neue Impulse in einer herausfordernden Zeit verspricht. Nicht zuletzt auch mit Ihrer Bundeswehr-Erfahrung in Kombination mit dem langjährigen Industrie-Background bürgt Elisabeth Hauschild für eine hervorragende Kompetenz, die sie nun im Interesse aller
mehr als 620 Mitgliedsunternehmen unseres Verbandes einbringen wird.“
Der noch bis November amtierende bisherige Hauptgeschäftsführer Dr. Hans Christoph Atzpodien wird sich nach dem Ende seines BDSV-Vertrages ab Januar 2027 neuen Aufgaben als Berater zuwenden.
Berlin, den 01.09.2026
Berlin, den 29.06.2026 – Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie (BDSV) setzt sich für eine Beteiligung Deutschlands an der „Defence,
Security & Resilience Bank“ (DSRB) ein. Das von der kanadischen Regierung angestoßene
Projekt dient dem Ziel, in einer zunehmend unsicheren Welt zusammen mit gleichgesinnten,
staatlichen Partnern langfristige, kostengünstige Finanzmittel für den Bereich Verteidigung,
Sicherheit und Resilienz quer durch die Lieferketten bereit zu stellen, nicht zuletzt für den
Mittelstand.
Als multilaterales Institut konzipiert, ist die Bank auf Finanzierungslücken in Verteidigungs-,
Sicherheits- und Resilienz-relevanten Lieferketten ausgerichtet. Sie ergänzt nationale
Förderinstrumente wie KfW oder Landesförderbanken als auch die EIB. In diesem Bereich
geht es um zinsgünstige Langfristkredite für Kapazitäts-investitionen, um Garantien auf
kommerzielle KMU-Kredite, Venture- und Eigenkapitalinvestitionen sowie gezielte Förderung
von Innovationen und Start-ups.
Deutschland sollte sich diesem Projekt als Mitgründer anschließen, und zwar – wie BDSVHauptgeschäftsführer
Dr. Hans Christoph Atzpodien feststellt – im Wesentlichen aus zwei
Gründen. Dr. Atzpodien: „Erstens sollten wir unseren NATO-Partner Kanada bei dem
positiven Versuch, eine weitere stabile Finanzierungsquelle für die Stärkung unserer
Souveränität und Abschreckungsfähigkeit zu schaffen, nicht alleine lassen. Dies gilt gerade
jetzt, wo wir die Partnerschaft zwischen unseren Ländern im Bereich Sicherheit, Verteidigung
und Resilienz dringender denn je brauchen. Zweitens sehen die DSRB-Charterbestimmungen
vor, dass DSRB-Finanzierungsmittel nur für die Beschaffung von Gütern und Dienstleistungen
aus anderen DSRB-Mitgliedsländern eingesetzt werden dürfen. Wäre Deutschland kein
DSRB-Mitgliedsland, würden sich dadurch die Absatzchancen der deutschen Sicherheits- und
Verteidigungsindustrie gegenüber DSRB-Mitgliedsländern stark reduzieren. Es liegt daher im
Interesse der vom BDSV vertretenen Unternehmen, dass sich die Bundesregierung an dem
für Juli 2026 geplanten Gründungsakt der DSRB beteiligt. Hierzu fordern wir die
Bundesregierung dringlich auf.“
Der BDSV vertritt die Interessen von mehr als 600 Unternehmen mit Wertschöpfung im Bereich
der Ausrüstung von Streitkräften sowie Behörden und Organen mit Sicherheitsaufgaben
(BOS).
Das Jahr 2026 bringt für die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) weitere Herausforderungen mit sich: Alle Weichen
müssen so gestellt werden, dass die Bundeswehr in den kommenden Jahren ihre dringend benötigte Ausrüstung erhalten kann.
Um den Kapazitäts-Hochlauf der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI) über die gesamten Lieferketten branchenübergreifend zu begleiten und zu beschleunigen, haben der BDSV und der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik (BME) zum Jahreswechsel die gemeinsame Matchmaking Plattform „SVI Connect“ in den operativen Betrieb genommen. Ziel ist es, Bedarfe der SVI strukturiert mit Angeboten anderer industrieller Partner zu verknüpfen, Lieferketten zu diversifizieren und Defence Readiness zu unterstützen.
Unter www.svi-connect.com können sich OEMs, Zulieferer und Industriepartner ab sofort registrieren.
Dr. Hans Christoph Atzpodien, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie e. V. (BDSV), begrüßt als einer der maßgeblichen Mitinitiatoren nachdrücklich die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Einrichtung einer Matchmaking-Plattform für die Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (SVI).
Der Bundesverband der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie (BDSV e.V.) begrüßt ausdrücklich das heute veröffentlichte Joint White Paper der Europäischen Kommission, denn die dort proklamierte Stärkung der europäischen Verteidigungsbereitschaft bis 2030 ist angesichts der veränderten geopolitischen Lage mehr als überfällig.
Der BDSV gemeinsam mit dem BDLI fordern eine konsequente Industriepolitik bei Rüstungsgüter
Konkret werden 5 Punkte für die Umsetzung der Zeitenwende vorgeschlagen: