Sicherheits- und Verteidigungsindustrie

Das Marktumfeld der deutschen Sicherheits- und Verteidigungsindustrie beschränkt sich nicht mehr ausschließlich auf den rein wehrtechnischen Kontext. Ein erweitertes und ganzheitliches Sicherheitsverständnis erfordert heute angepasste unternehmerische Aktivitäten.

Hierzu gehört u.a. das Einbeziehen von Dual-Use-Technologien genauso wie die Interaktion mit verschiedenen Sicherheitsbehörden, die einen unterschiedlichen Anspruch an technische Befähigungen stellen. Das Kundenumfeld wird somit komplexer und technische Lösungen müssen diesem Anspruch gerecht werden. So können Themen wie z. B. Aufklärung, Grenzüberwachung und sichere Kommunikation durchaus in einem militärischen Kontext verstanden werden, aber auch in Bezug auf die Innere Sicherheit oder mit Blick auf Polizeikräfte im gemeinsamen Einsatz mit Streitkräften im Ausland.

Die deutsche Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hat eine strategische Dimension für unser Land. Sie nimmt international eine technologische Spitzenstellung ein. Mit rund 16 Milliarden Euro Umsatz pro Jahr, einem Exportanteil von ca. 70 Prozent und über 80.000 zumeist hochqualifizierten Beschäftigten ist sie auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor.

Sie ist darüber hinaus Instrument einer aktiven Außen- und Sicherheitspolitik und muss industriepolitisch unterstützt werden. Deutsches Know-how, Wertschöpfung und Arbeitsplätze sind zu sichern und auszubauen.